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<title>Energietechnik und Energiemanagement (ETEM)</title>
<link>https://publikationsserver.thm.de/xmlui/handle/123456789/40</link>
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<pubDate>Sat, 01 Nov 2025 00:36:28 GMT</pubDate>
<dc:date>2025-11-01T00:36:28Z</dc:date>
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<title>Energie- und kostenoptimierte Kalte Nahwärmenetze – Auslegung, Simulation und Online-Tool für innovative Systemvarianten</title>
<link>https://publikationsserver.thm.de/xmlui/handle/123456789/388</link>
<description>Energie- und kostenoptimierte Kalte Nahwärmenetze – Auslegung, Simulation und Online-Tool für innovative Systemvarianten
Lechner, Stefan; Völzel, Constantin; Eckhardt, Johannes
Im Forschungsprojekt „Energie- und kostenoptimierte Kalte Nahwärmenetze – Auslegung, Simulation und Online-Tool für innovative Systemvarianten“ wurde ein Simulationsmodell für die Berechnung und Bewertung von Systemvarianten der kalten Nahwärme entwickelt.&#13;
In Zusammenarbeit mit Projektpartnern aus dem Bereich der Quartiersentwicklung und Energieversorgung werden anhand realer Planungsbeispiele von Quartieren Systemvarianten mit unterschiedlichen Ausgestaltungen kalter Nahwärmenetze bestimmt und energetisch sowie ökonomisch bewertet. Das Simulationsmodell, umgesetzt in der Programmierumgebung Modelica, beinhaltet Komponenten der Bereiche Wärmequellen, thermisch-hydraulische Abbildung des Verteilnetzes und Wärmeverbraucher/Prosumer.&#13;
Die definierten Systemvarianten umfassen eine unterschiedliche Kombination zentraler und dezentral im Netz verteilter (Ab-)Wärmequellen. Der Fokus der zentralen Wärmequellen liegt hierbei auf oberflächennaher Geothermie. Zu diesem Zweck wird ein eigens entwickeltes, detailliertes Teilmodell für einen Erdwärmekollektor in das Gesamtmodell integriert. Als dezentrale Wärmequellen werden unter anderem (Aufdach-)Solarthermie-, PVT-Anlagen und passive Gebäudekühlung mit einbezogen. Der Einfluss dezentraler Wärmequellen auf die mögliche Reduzierung der Größe eines Erdwärmekollektors als zentrale Wärmequelle wird im Speziellen untersucht.&#13;
Aus der kleineren Dimensionierung der zentralen Wärmequelle ergeben sich deutliche Einsparungen in den investitionsgebundenen Kosten bei der Bestimmung der Wärmegestehungskosten des Gesamtsystems. Die Systemvariante mit einer größeren Anzahl dezentraler Aufdach-PVT-Anlagen weist in den untersuchten Quartieren und unter den definierten Randbedingungen jeweils die geringsten Wärmegestehungskosten und die höchste energetische Effizienz des Wärmepumpenbetriebs auf.&#13;
Simulationsergebnisse  aus einer Parameterstudie für klimatisch unterschiedliche Regionen werden abschließend dazu genutzt, um ein frei verfügbares Software-Werkzeug zur Vorauslegung von kalten Nahwärmenetzen zu entwickeln. Aufbauend auf den generierten Ergebnissen können mittels niederschwelliger Definition von Randbedingungen für ein zu berechnendes Quartier Dimensionierungen von Erdwärmekollektoren und Erdwärmesondenfeldern ausgegeben werden.
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<pubDate>Mon, 01 Jan 2024 00:00:00 GMT</pubDate>
<guid isPermaLink="false">https://publikationsserver.thm.de/xmlui/handle/123456789/388</guid>
<dc:date>2024-01-01T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Innovative  Abwärmenutzung aus Rechenzentren in Hessen am Beispiel von  Offenbach</title>
<link>https://publikationsserver.thm.de/xmlui/handle/123456789/295</link>
<description>Innovative  Abwärmenutzung aus Rechenzentren in Hessen am Beispiel von  Offenbach
Lechner, Stefan; Paul, Alexej; Völzel, Constantin; Hintemann, Ralph; Hinterholzer, Simon
Im Rahmen der Projektlaufzeit wurde ein Rechenmodell entwickelt, das zur Planung und Berechnung von  Abwärmepotenzialen  in  RZ  genutzt  werden  kann.  Dafür  sind  die  gängigen  Methoden  der Serverraumkühlung sowie technisch umsetzbare Varianten der Abwärmenutzung programmtechnisch &#13;
abgebildet worden. Die  zuvor  identifizierten,  gängigen  Kühlmethoden  wurden  einander  gegenübergestellt,  um  das &#13;
Optimierungspotenzial für ein theoretisches Rechenzentrum hinsichtlich der Effizienzkennzahlen im Offenbacher Fernwärme-Versorgungsgebiet zu untersuchen. Ohne Abwärmenutzung liegt der Anteil des  gesamten  Stromverbrauchs  zum  reinen  Verbrauch  der  IT-Systeme  (PUE)  abhängig  von  der &#13;
Kühlmethode  im  Bereich  von  1,27 – 1,39  bei  luftgekühlten  Systemen  und  bei  1,16  beim flüssiggekühlten System. &#13;
Der Einfluss unterschiedlicher Kühltechnologien und Systemoptionen zur Abwärmeauskopplung auf die Energieeffizienz eines RZ kann mit dem Rechenmodell quantifiziert werden. Der Anteil nutzbarer Abwärmemengen am gesamten Energiebedarf (ERF) eines 20 MW RZ liegt je nach Kühltechnologie &#13;
zwischen 39 – 46 % bei luftgekühlten Systemen und über 50 % beim flüssiggekühlten System, wenn es in ein FW-Netz mit 60°C einspeisen kann, welches einen Jahresbedarf von etwa 140 GWh aufweist. &#13;
Das Rechenmodell wurde für einen spezifischen Fall an die RZ (Maincubes und Main DC1) angepasst von denen die meisten Angaben zur Ausstattung und Anlagenführung in Erfahrung gebracht werden konnte. Beide befinden sich auf dem Campusgelände der EVO, wodurch sie sich für eine Betrachtung &#13;
der  Abwärmenutzung  besonders  gut  eignen.  Mit  Ergebnissen  der  Jahressimulationen  beider  RZ wurden  Speicherbedarfe  am  Ort  der  Einspeisung  untersucht.  Dabei  zeigt  sich  der  Einfluss  des saisonalen  Engpasses  im  FW-Netz  auf  die  Menge  der  nutzbar  gemachten  Abwärme.  Als  alleinige &#13;
Einspeiser können die zwei RZ ERF zwischen 0,35 und 0,44 erreichen, wohingegen bei gemeinsamer Einspeisung nur noch 0,22 bis 0,28 möglich waren. Im Gegensatz dazu sind Werte von 0,7 bis 0,8 möglich, wenn kein Engpass besteht. Diese Ergebnisse resultieren aus der Einspeisung der Abwärme &#13;
bei 80°C der beiden RZ am Einspeisepunkt ins FW-Netz. Bei der Betrachtung des Speicherbedarfs zeigt sich, dass die freie Kapazität am Einspeisepunkt (ca. 71 GWh) zu gering ist, um die Abwärme der beiden RZ  in  einem  Ausmaß  aufzunehmen,  dass  sie  beide  mit  Einsatz  entsprechend  großen  saisonalen &#13;
Speichern  einen  ERF  von  30 – 40 %  erreichen  könnten.  Das  unterstreicht  die  Wichtigkeit  der Aufnahmefähigkeit der Wärmesenke bei der Abwärmenutzung. Ein Ausbau der FW-Netz ist langfristig gesehen  sinnvoll,  um  die  bereits  bestehenden  RZ  ans  Netz  anschließen  zu  können.  Zukünftige  RZ &#13;
müssen  bei  der  Standortwahl  auf  ausreichende  Kapazitäten  zur  Abwärmenutzung  achten  oder Wärmenetzbetreibern in die Planung der RZ einbeziehen. &#13;
Eine  Wirtschaftlichkeitsbetrachtung  aus  Sicht  des  Betreibers  für  das  Main DC1  RZ  zeigt,  dass Abwärmenutzung ohne Förderung nicht wirtschaftlich darstellbar ist. Je nach Quelle des eingesetzten Stroms (fossil oder erneuerbar) können jedoch durch die Umsetzung CO 2 -Einsparungen in Höhe von ca. 9.000 – 18.000 t CO2 /a erzielt werden. Bei steigendem Anteil der nutzbar gemachten Abwärme an der Erzeugung der Fernwärme würde der CO 2 -Emissionsfaktor für Fernwärme sukzessive sinken. &#13;
Zur  Unterstützung  der  Arbeiten  wurden  im  Rahmen  des  Vorhabens  vom  Borderstep  Institut  eine Analyse der Marktentwicklungen bei Rechenzentren in Hessen durchgeführt [40]. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass aktuell die Kapazitäten der RZ in Hessen jährlich um etwa 10 % wachsen. Im Jahr 2021 hatten die RZ in Hessen einen Stromverbrauch von 4.900 GWh/a. Bis zum Jahr 2030 kann dieser, wenn  der  Boom  beim  Ausbau  der  Rechenzentren  anhält,  bis  auf  8.300  GWh/a  ansteigen.  Dabei konzentriert sich das Wachstum insbesondere in der Region Frankfurt Rhein/Main. &#13;
Auf  Basis  der  Ergebnisse  der  Marktstudie,  der  Analyse  von  Hemmnissen  bei  der  Realisierung  von Abwärmenutzungsprojekten und der Diskussionen im Rahmen eines Stakeholder-Workshops mit über 80  Teilnehmenden  am  12.1.2023  in  Frankfurt  wurde  eine  Roadmap  „Abwärmenutzung  aus Rechenzentren  in  Hessen“  entworfen,  die  Maßnahmen  vorschlägt,  wie  die  Abwärmenutzung  aus Rechenzentren künftig forciert werden kann.
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<pubDate>Mon, 24 Apr 2023 00:00:00 GMT</pubDate>
<guid isPermaLink="false">https://publikationsserver.thm.de/xmlui/handle/123456789/295</guid>
<dc:date>2023-04-24T00:00:00Z</dc:date>
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